Was ist Malaria?
Malaria wird durch Parasiten (Plasmodien) verursacht, die von weiblichen Anopheles-Mücken übertragen werden. Diese Mücken stechen vor allem in der Dämmerung und in der Nacht. Die gefährlichste Form ist die Malaria tropica (Plasmodium falciparum): Unbehandelt kann sie innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich verlaufen.
Andere Formen verlaufen meist milder, können aber noch Monate nach der Reise erstmals auftreten oder wiederkehren.
Wo besteht ein Risiko?
Malaria kommt in vielen tropischen und subtropischen Regionen vor. Das Risiko ist je nach Land, Region, Jahreszeit und Reiseart sehr unterschiedlich:
- Afrika südlich der Sahara: in vielen Gebieten hohes Risiko, überwiegend Malaria tropica
- Süd- und Südostasien: Risiko meist regional, oft in ländlichen Gebieten und Grenzregionen
- Mittel- und Südamerika: vor allem im Amazonasgebiet
- Ozeanien: unter anderem Papua-Neuguinea und die Salomonen
Grossstädte und touristische Zentren sind oft weniger betroffen – verlassen Sie sich aber nicht darauf, sondern lassen Sie Ihre konkrete Route ärztlich beurteilen.
Symptome
Die ersten Beschwerden ähneln oft einer Grippe und werden deshalb leicht unterschätzt:
- Fieber, Schüttelfrost und Schweissausbrüche
- Kopf- und Gliederschmerzen, starke Müdigkeit
- Teilweise Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
Malaria lässt sich nur mit einem Bluttest sicher nachweisen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.
Schutz nach dem ABCD-Prinzip
Reisemediziner fassen die Vorbeugung in vier Schritten zusammen:
Mückenschutz – die wichtigste Massnahme
- Repellent mit DEET oder Icaridin auf alle unbedeckten Hautstellen, regelmässig erneuern
- Ab der Dämmerung lange, helle Kleidung tragen, idealerweise imprägniert
- Unter einem intakten, imprägnierten Moskitonetz schlafen
- Räume mit Klimaanlage oder Fliegengittern bevorzugen
Medikamente: Prophylaxe oder Notfallselbstbehandlung
Ob Sie vorbeugend Medikamente einnehmen oder eine Notfallselbstbehandlung mitnehmen sollten, hängt vom Risiko am Reiseziel, der Reisedauer und Ihrem Gesundheitszustand ab. Diese Entscheidung gehört in eine ärztliche Beratung – nehmen Sie Malariamedikamente nie ohne Rücksprache ein.
Eine Impfung gegen Malaria steht für Reisende derzeit nicht zur Verfügung.
Nach der Rückkehr
Auch nach einer problemlosen Reise gilt: Tritt in den folgenden Wochen und Monaten Fieber auf, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf und informieren Sie über Ihre Reise. Bei Unsicherheit ist eine Notfallstation die richtige Adresse.