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Malaria: vorbeugen und richtig reagieren

Malaria ist eine der wichtigsten Infektionskrankheiten für Tropenreisende. Mit guter Vorbereitung lässt sich das Risiko deutlich senken.

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Wichtig: Jedes Fieber ab dem 7. Tag nach Ankunft in einem Malariagebiet – auch Wochen bis Monate nach der Rückkehr – muss sofort ärztlich abgeklärt werden. Erwähnen Sie dabei unbedingt Ihren Tropenaufenthalt.

Was ist Malaria?

Malaria wird durch Parasiten (Plasmodien) verursacht, die von weiblichen Anopheles-Mücken übertragen werden. Diese Mücken stechen vor allem in der Dämmerung und in der Nacht. Die gefährlichste Form ist die Malaria tropica (Plasmodium falciparum): Unbehandelt kann sie innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich verlaufen.

Andere Formen verlaufen meist milder, können aber noch Monate nach der Reise erstmals auftreten oder wiederkehren.

Wo besteht ein Risiko?

Malaria kommt in vielen tropischen und subtropischen Regionen vor. Das Risiko ist je nach Land, Region, Jahreszeit und Reiseart sehr unterschiedlich:

  • Afrika südlich der Sahara: in vielen Gebieten hohes Risiko, überwiegend Malaria tropica
  • Süd- und Südostasien: Risiko meist regional, oft in ländlichen Gebieten und Grenzregionen
  • Mittel- und Südamerika: vor allem im Amazonasgebiet
  • Ozeanien: unter anderem Papua-Neuguinea und die Salomonen

Grossstädte und touristische Zentren sind oft weniger betroffen – verlassen Sie sich aber nicht darauf, sondern lassen Sie Ihre konkrete Route ärztlich beurteilen.

Symptome

Die ersten Beschwerden ähneln oft einer Grippe und werden deshalb leicht unterschätzt:

  • Fieber, Schüttelfrost und Schweissausbrüche
  • Kopf- und Gliederschmerzen, starke Müdigkeit
  • Teilweise Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall

Malaria lässt sich nur mit einem Bluttest sicher nachweisen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.

Schutz nach dem ABCD-Prinzip

Reisemediziner fassen die Vorbeugung in vier Schritten zusammen:

AAwarenessDas Risiko am Reiseziel kennen und ernst nehmen.
BBite preventionMückenstiche konsequent vermeiden, besonders abends und nachts.
CChemoprophylaxeVorbeugende Medikamente, wenn ärztlich empfohlen.
DDiagnoseBei Fieber sofort testen und behandeln lassen.

Mückenschutz – die wichtigste Massnahme

  • Repellent mit DEET oder Icaridin auf alle unbedeckten Hautstellen, regelmässig erneuern
  • Ab der Dämmerung lange, helle Kleidung tragen, idealerweise imprägniert
  • Unter einem intakten, imprägnierten Moskitonetz schlafen
  • Räume mit Klimaanlage oder Fliegengittern bevorzugen

Medikamente: Prophylaxe oder Notfallselbstbehandlung

Ob Sie vorbeugend Medikamente einnehmen oder eine Notfallselbstbehandlung mitnehmen sollten, hängt vom Risiko am Reiseziel, der Reisedauer und Ihrem Gesundheitszustand ab. Diese Entscheidung gehört in eine ärztliche Beratung – nehmen Sie Malariamedikamente nie ohne Rücksprache ein.

Eine Impfung gegen Malaria steht für Reisende derzeit nicht zur Verfügung.

Nach der Rückkehr

Auch nach einer problemlosen Reise gilt: Tritt in den folgenden Wochen und Monaten Fieber auf, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf und informieren Sie über Ihre Reise. Bei Unsicherheit ist eine Notfallstation die richtige Adresse.

Hinweis: Diese Merkblätter dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Lassen Sie sich idealerweise 4–6 Wochen vor Ihrer Reise reisemedizinisch beraten. Aktuelle Empfehlungen für Reisende aus der Schweiz finden Sie unter healthytravel.ch.